Gravuren des Jahr 1645

344-Plan der Statt Rensburg sampt der Belagerung 1645.

Plan der Statt Rensburg sampt der Belagerung 1645.

Rendsburg, dne 01.01.1645 (do 15.01.1645)

Auf der rechten Seite des Kupferstichs ist der „Die Eyder Fluss“, gegenüber am linken Rand liegt „Die Bawer See“. In der Mitte befindet sich die Stadt Rensburg, von Gräben und Schanzen umgeben. Rechts oben ist „Des Feindes Läger“. Rechts unten steht die Legende: A–CC. Die kurze, oben angeführte Inschrift steht in einem quadratischen Zierfeld ebenfalls auf der rechten Seite des Kupferstichs.

Signace: C. Mardefeldt delineavit.
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Plan der Statt Rensburg sampt der Belagerung 1645.

Als in den Jahren 1643/44 die Schweden bei ihrem Feldzug gegen die Dänen siegten, konzentrierte Torstensson seine Kräfte in der operativen Basis in Rensburg und unternahm von hier aus Kampfausfälle auf die kaiserliche Armee unter Gallas, von der die Schweden aus den Ländern der Böhmischen Krone quer durch ganz Deutschland bis nach Schleswig-Holstein verfolgt wurden. Torstensson strategische Operationen führten die schwedische Armee weiter Richtung Süden nach Launeburg. In Rensburg hinterließ Torstensson eine schwedische Garnison, die dann von den Dänen belagert wurde. Dieses Ereignis ist auf dem beschriebenen Kupferstich abgebildet. Der Frieden zwischen Schweden und Dänemark wurde in Brömsebro im Juli 1645 abgeschlossen; die geschlagenen Dänen mussten den Schweden einige Gebiete abtreten.

388-Abbildung des vesten Schlosz Helderungen, wie solches in der Demolierung Anno 1645 ausgesehen.

Abbildung des vesten Schlosz Helderungen, wie solches in der Demolierung Anno 1645 ausgesehen.

Heldrungen, dne 01.01.1645 (do 31.12.1645)

Auf dem Bild befindet sich das Schloss Heldrungen, das auf einer Ebene liegt, im Hintergrund sind Berge, im Vordergrund der Fluss Unstrut, dieser ist mit einer Brücke überspannt. Links oben in einem separaten Feld ist die Burg vor der Belagerung abgebildet. Gegenüber, auf der anderen Seite, befindet sich ein Grundriss der Burg; in der Mitte auf einem auseinandergefalteten Band steht die kurze Erklärungsinschrift. Links unten ist der Querschnitt eines Befestigungsbaus aufgezeichnet, daneben steht die Legende: A G.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Abbildung des vesten Schlosz Helderungen, wie solches in der Demolierung Anno 1645 ausgesehen.

Heldrungen liegt ca. 80 km westlich von Leipzig entfernt. In diesem Raum ereigneten sich während des 30-jährigen Krieges viele Kampfvorfälle, also kann das historische Motiv dieses Kupferstichs nicht exakt bestimmt werden. Nach dem Jahrgang und der gesamten Charakteristik der Grafik kann man jedoch davon ausgehen, dass es sich um einen Nebenkriegsschauplatz handelte, hier wurde von den Schweden ein kaiserlicher Stützpunkt, die Festung Heldrungen, besetzt und demoliert.

389-Beägerung Hülst. Anno 1645.

Beägerung Hülst. Anno 1645.

Hulst, dne 01.01.1645 (do 31.12.1645)

Auf dem Bild befindet sich die Festung Hulst, von zwei Seiten vom Wasser umgeben, darauf schwimmen diverse Wasserfahrzeuge. Links oben kommt es zu einem Kavalleriezusammenstoß. Links unten befindet sich eine längliche ungewöhnliche Ansicht von Hulst, von der Festung feuern Kanonen. Die oben wortwörtlich angeführte kurze Inschrift steht in der rechten oberen Ecke.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Obsidio Hulstenae civitatis et fortality. MDCXLV.“ – Beägerung Hülst. Anno 1645.

Der langjährige schleppende Kampf zwischen Spanien und den Niederlanden ging langsam zu Ende. Spanien war nach dem langen Krieg gegen Frankreich und Holland am Ende seiner Kräfte. Man wollte Stillstand und später Frieden schließen, dazu kam es bereits zwei Jahre nach dem hier beschriebenen und dargestellten Ereignis. Die Belagerung von Hulst durch die Holländer unter dem Kommando des berühmten Staatmanns und Befehlshabers Friedrich Heinrich von Oranien war einer der letzten Kampfvorfälle zwischen beiden Staaten. Hulst liegt ca. 25 km westlich von Antwerpen.

350-Praelium apud Jancou manet ante Meridiem. Das ersteTreffen bey Jancowitz so sich morgens vor Mittag zugetragen, den 24. Feber, 6. Märt. 1645.

Praelium apud Jancou manet ante Meridiem. Das ersteTreffen bey Jancowitz so sich morgens vor Mittag zugetragen, den 24. Feber, 6. Märt. 1645.

Jankov, dne 06.03.1645

Es handelt sich um ein Bild, das den Beginn der Schlacht bei Jankau (Jankowitz) darstellt. Die oben angeführte Inschrift steht auf einem auseinandergefalteten Band links oben. In der Mitte sind umfangreiche Kämpfe sowie die Flucht der kaiserlichen Armee abgebildet. Einige Dörfer in der Umgebung stehen in Flammen. Im Vordergrund ist eine kleine Kapelle aufgezeichnet, wahrscheinlich die, zu der Götz mit seiner Einheit kommen sollte, um den strategisch wichtigen Hügel zu besetzen. Tatsächlich verirrte sich Götz jedoch, konnte seine Aufgabe nicht erfüllen, und daher seien die Kaiserlichen in der Schlacht komplett geschlagen worden.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Praelium apud Jancou manet ante Meridiem. Das ersteTreffen bey Jancowitz so sich morgens vor Mittag zugetragen, den 24. Feber, 6. Märt. 1645.

Der schwedische Marschall Leonard Torstensson unterbrach seinen ersten Feldzug durch Böhmen und Mähren im September 1643, als er mit seiner Armee nach Dänemark abkommandiert wurde, wo der langwierige Streit mit Schweden weiterging. Der Kaiser entsandte zu der dänischen Grenze den General Gallas, der sich im 1643 ebenfalls in Böhmen aufhielt. Torstensson siegte schnell in Dänemark, Gallas konnte jedoch keinen Erfolg verzeichnen, in Gegenteil, bei dem langen, mühseligen Feldzug durch Deutschland wurde seine Armee dermaßen verwüstet, dass sie kampfunfähig war. Torstensson manövrierte geschickt mit seiner Armee von Norddeutschland bis zu der tschechischen Grenze. Die Schweden fielen in Böhmen über Kaaden ein, Richtung Pisek, Mirowitz und Tabor. Die kaiserliche Armee bestand aus der Armee des Generals Hatzfeld, die hastig aus Deutschland abkommandiert wurde, der Armee des Generals Götz, der gerade von einem Feldzug im Osten gegen Rákoczy zurückkam, und aus den bayerischen Einheiten, an deren Spitze der bewährte Kavalleriegeneral Johann von Werth stand. Diese militärischen Kräfte wurden bei Grünberg konzentriert und marschierten, ähnlich wie die Schweden, Richtung Osten, lediglich nördlicher. Nicht nur, dass die Gefahr bestand, die Schweden könnten sich mit Rákoczy verbinden, sollte ein weiterer Feldzug Richtung Osten verhindert werden, jedoch geriet auch Wien – der Sitz des Kaisers – in unmittelbare Gefahr. Außerdem war die Anwesenheit der bayerischen Armee unter General Werth zeitlich begrenzt, also musste Hatzfeld befehlen, die schwedische Armee anzugreifen. Die Schlacht entflammte am 6. März 1645 in der Früh in der Nähe von Jankau (Jankowitz). Gleich zu Beginn verirrte sich Götz mit einer starken Einheit und konnte laut Befehl den strategisch wichtigen Hügel mit der Kapelle nicht besetzen. Bereits hier begann die Niederlage der Kaiserlichen. Götz fiel unweit der Stelle, die von ihm besetzt werden sollte, nach einem hartnäckigen Kampf wurden die Kaiserlichen zurückgeworfen und zum Rückzug gezwungen. Nachmittag machten beide Seiten eine Kampfpause; die Kaiserlichen sowie die Schweden stellten ihre Formationen unweit voneinander auf. Torstensson, wegen einer Krankheit fast bewegungsunfähig, ließ sich in die Nähe des kaiserlichen Lagers bringen. Er war der Meinung, vor ihm würde nur ein Bruchteil der feindlichen Armee liegen, und in diesem Irrtum gab er einen Befehl zum Angriff. Die Schlacht entflammte erneut. Die Reste der kaiserlichen Armee wehrten sich zwar beharrlich und hart, die Niederlage war jedoch bereits vollendet. Götz fiel, Hatzfeld wurde gefangengenommen, hätten die Schweden bei ihm jedoch nicht einige Hundert Gulden gefunden (daraus schlossen sie, es handelt sich um den höchsten Offizier), hätten sie ihn sicherlich getötet. Er weigerte sich nämlich, seine Identität preiszugeben. Außer dem gefangenen Hauptkommandanten der kaiserlichen Armee Hatzfeld wurden 5 weitere kaiserlichen Generäle, 185 Offiziere und 4 118 Mann gefangengenommen, weitere ca. 4 000 Mann fielen oder wurden verletzt. Von den Schweden wurden 45 Kampffahnen, 26 Kanonen, sämtliche Wagen, Munition und Vorratsmaterial der Kaiserlichen erbeutet. Die Sieger verloren lediglich 2 000 Mann.

337-Gelegenheit des Orts bey Jankow in Böhmen, da die Schlacht zwischen den röm. Kay. Chur. Bayrischen und Chur. Sächsischen an einem und den könihl. Schwedischen armeen anders theils, den 24. Feberst. vet. und 6. Marty St. n. Anno 1645 vorgangen ist.

Gelegenheit des Orts bey Jankow in Böhmen, da die Schlacht zwischen den röm. Kay. Chur. Bayrischen und Chur. Sächsischen an einem und den könihl. Schwedischen armeen anders theils, den 24. Feberst. vet. und 6. Marty St. n. Anno 1645 vorgangen ist.

Jankov, dne 06.03.1645

Auf dem Kupferstich befindet sich eine weitläufige, hügelige Landschaft um Jankau (Jankowitz) bei Wotitz. Jankau (Jankowitz) ist auf der linken Bildseite abgebildet. Im Vordergrund befinden sich ein Wald und ein Hügel mit einer Kirche. Vier Ortschaften brennen, an einigen Orten befinden sich feuernde Artilleriebatterien. Links oben unweit eines mit dem Buchstaben „L“ bezeichneten Ortes ist ein Sammelplatz der schwedischen Armee. Der latein-deutscher Text steht über dem Bild.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Teritorium qualitasque loci apud Jankau Baemiae ubi praeloium inter milites caesariaos et bavaros ab una et regis Sueciae exercitus ab altera parte, 24. febr. st. vet. et 6. marth. st. n. anno 1645 factum. Gelegenheit des Orts bey Jankow in Böhmen, da die Schlacht zwischen den röm. Kay. Chur. Bayrischen und Chur. Sächsischen an einem und den könihl. Schwedischen armeen anders theils, den 24. Feberst. vet. und 6. Marty St. n. Anno 1645 vorgangen ist.

Der schwedische Marschall Leonard Torstensson unterbrach seinen ersten Feldzug durch Böhmen und Mähren im September 1643, als er mit seiner Armee nach Dänemark abkommandiert wurde, wo der langwierige Streit mit Schweden weiterging. Der Kaiser entsandte zu der dänischen Grenze den General Gallas, der sich im 1643 ebenfalls in Böhmen aufhielt. Torstensson siegte schnell in Dänemark, Gallas konnte jedoch keinen Erfolg verzeichnen, in Gegenteil, bei dem langen, mühseligen Feldzug durch Deutschland wurde seine Armee dermaßen verwüstet, dass sie kampfunfähig war. Torstensson manövrierte geschickt mit seiner Armee von Norddeutschland bis zu der tschechischen Grenze. Die Schweden fielen in Böhmen über Kaaden ein, Richtung Pisek, Mirowitz und Tabor. Die kaiserliche Armee bestand aus der Armee des Generals Hatzfeld, die hastig aus Deutschland abkommandiert wurde, der Armee des Generals Götz, der gerade von einem Feldzug im Osten gegen Rákoczy zurückkam, und aus den bayerischen Einheiten, an deren Spitze der bewährte Kavalleriegeneral Johann von Werth stand. Diese militärischen Kräfte wurden bei Grünberg konzentriert und marschierten, ähnlich wie die Schweden, Richtung Osten, lediglich nördlicher. Nicht nur, dass die Gefahr bestand, die Schweden könnten sich mit Rákoczy verbinden, sollte ein weiterer Feldzug Richtung Osten verhindert werden, jedoch geriet auch Wien – der Sitz des Kaisers – in unmittelbare Gefahr. Außerdem war die Anwesenheit der bayerischen Armee unter General Werth zeitlich begrenzt, also musste Hatzfeld befehlen, die schwedische Armee anzugreifen. Die Schlacht entflammte am 6. März 1645 in der Früh in der Nähe von Jankau (Jankowitz). Gleich zu Beginn verirrte sich Götz mit einer starken Einheit und konnte laut Befehl den strategisch wichtigen Hügel mit der Kapelle nicht besetzen. Bereits hier begann die Niederlage der Kaiserlichen. Götz fiel unweit der Stelle, die von ihm besetzt werden sollte, nach einem hartnäckigen Kampf wurden die Kaiserlichen zurückgeworfen und zum Rückzug gezwungen. Nachmittag machten beide Seiten eine Kampfpause; die Kaiserlichen sowie die Schweden stellten ihre Formationen unweit voneinander auf. Torstensson, wegen einer Krankheit fast bewegungsunfähig, ließ sich in die Nähe des kaiserlichen Lagers bringen. Er war der Meinung, vor ihm würde nur ein Bruchteil der feindlichen Armee liegen, und in diesem Irrtum gab er einen Befehl zum Angriff. Die Schlacht entflammte erneut. Die Reste der kaiserlichen Armee wehrten sich zwar beharrlich und hart, die Niederlage war jedoch bereits vollendet. Götz fiel, Hatzfeld wurde gefangengenommen, hätten die Schweden bei ihm jedoch nicht einige Hundert Gulden gefunden (daraus schlossen sie, es handelt sich um den höchsten Offizier), hätten sie ihn sicherlich getötet. Er weigerte sich nämlich, seine Identität preiszugeben. Außer dem gefangenen Hauptkommandanten der kaiserlichen Armee Hatzfeld wurden 5 weitere kaiserlichen Generäle, 185 Offiziere und 4 118 Mann gefangengenommen, weitere ca. 4 000 Mann fielen oder wurden verletzt. Von den Schweden wurden 45 Kampffahnen, 26 Kanonen, sämtliche Wagen, Munition und Vorratsmaterial der Kaiserlichen erbeutet. Die Sieger verloren lediglich 2 000 Mann.

374-Ordnung des Kayserlich und Schwedischen Hauptarmaden, wie solche in Böhmen bey Jankowitz vor dem Treffen gegen einander gestanden, den 24. February und 6. Märty Anno 1645.

Ordnung des Kayserlich und Schwedischen Hauptarmaden, wie solche in Böhmen bey Jankowitz vor dem Treffen gegen einander gestanden, den 24. February und 6. Märty Anno 1645.

Jankov, dne 06.03.1645

Der Kupferstich stellt schematisch die Positionen der kaiserlich-bayerischen sowie der schwedischen Armee dar. Als typisches Merkmal der Schlachtpläne während des gesamten 30-jährigen Kriegs galt die Aufstellung der Infanterie in der Mitte der Schlachtformation, während die Kavallerieschwadronen an beiden Flanken aufgestellt standen. In der schwedischen Armee waren jedoch zwischen den Kavallerieformationen noch Formationen mit 40 Musketieren positioniert. Diese Taktik wurde bereits vom König Gustav Adolf II. eingeführt und zum ersten Mal in der Schlacht bei Breitenfeld (unweit von Leipzig, am 7. September 1931) angewandt. Die Kavallerie litt jeweils an unzureichender Feuerkraft. Und eben dieser Umstand änderte sich durch die zusätzliche Stellung von Musketieren. Die Kavallerie konnte sich somit auf Feuerunterstützung verlassen, falls sie angegriffen wurde. Vor dem Angriff dagegen störte das dauerhafte Feuer der Musketiere die feindlichen Reihen, und die Kavallerie konnte viel rasanter angreifen. Dieser Kupferstich zeigt jedoch leider nicht die Position der Artillerie. Auch hier wurden von der schwedischen Armee ein paar Neuheiten eingeführt. Die Kanonen standen während der ganzen Schlacht nicht mehr in einer Position. Gustav Adolf II. führte leichtere regimentálním dělostřelecké kusy ein, diese wurden bei jeder Infanterieformation eingesetzt. Gerade diese leichten Kanonen halfen im beträchtlichen Maße zum schwedischen Sieg bei Jankau (Jankowitz). Die schwedische Armee war stolz auf ihre taktischen Neuheiten und konnte sie beim Kämpfen, wie in der Schlacht bei Breitenfeld im 1631 oder bei Jankau (Jankowitz) im 1631, vollständig anwenden.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Ordnung des Kayserlich und Schwedischen Hauptarmaden, wie solche in Böhmen bey Jankowitz vor dem Treffen gegen einander gestanden, den 24. February und 6. Märty Anno 1645.

Katalogová čísla:
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15446

Der schwedische Marschall Leonard Torstensson unterbrach seinen ersten Feldzug durch Böhmen und Mähren im September 1643, als er mit seiner Armee nach Dänemark abkommandiert wurde, wo der langwierige Streit mit Schweden weiterging. Der Kaiser entsandte zu der dänischen Grenze den General Gallas, der sich im 1643 ebenfalls in Böhmen aufhielt. Torstensson siegte schnell in Dänemark, Gallas konnte jedoch keinen Erfolg verzeichnen, in Gegenteil, bei dem langen, mühseligen Feldzug durch Deutschland wurde seine Armee dermaßen verwüstet, dass sie kampfunfähig war. Torstensson manövrierte geschickt mit seiner Armee von Norddeutschland bis zu der tschechischen Grenze. Die Schweden fielen in Böhmen über Kaaden ein, Richtung Pisek, Mirowitz und Tabor. Die kaiserliche Armee bestand aus der Armee des Generals Hatzfeld, die hastig aus Deutschland abkommandiert wurde, der Armee des Generals Götz, der gerade von einem Feldzug im Osten gegen Rákoczy zurückkam, und aus den bayerischen Einheiten, an deren Spitze der bewährte Kavalleriegeneral Johann von Werth stand. Diese militärischen Kräfte wurden bei Grünberg konzentriert und marschierten, ähnlich wie die Schweden, Richtung Osten, lediglich nördlicher. Nicht nur, dass die Gefahr bestand, die Schweden könnten sich mit Rákoczy verbinden, sollte ein weiterer Feldzug Richtung Osten verhindert werden, jedoch geriet auch Wien – der Sitz des Kaisers – in unmittelbare Gefahr. Außerdem war die Anwesenheit der bayerischen Armee unter General Werth zeitlich begrenzt, also musste Hatzfeld befehlen, die schwedische Armee anzugreifen. Die Schlacht entflammte am 6. März 1645 in der Früh in der Nähe von Jankau (Jankowitz). Gleich zu Beginn verirrte sich Götz mit einer starken Einheit und konnte laut Befehl den strategisch wichtigen Hügel mit der Kapelle nicht besetzen. Bereits hier begann die Niederlage der Kaiserlichen. Götz fiel unweit der Stelle, die von ihm besetzt werden sollte, nach einem hartnäckigen Kampf wurden die Kaiserlichen zurückgeworfen und zum Rückzug gezwungen. Nachmittag machten beide Seiten eine Kampfpause; die Kaiserlichen sowie die Schweden stellten ihre Formationen unweit voneinander auf. Torstensson, wegen einer Krankheit fast bewegungsunfähig, ließ sich in die Nähe des kaiserlichen Lagers bringen. Er war der Meinung, vor ihm würde nur ein Bruchteil der feindlichen Armee liegen, und in diesem Irrtum gab er einen Befehl zum Angriff. Die Schlacht entflammte erneut. Die Reste der kaiserlichen Armee wehrten sich zwar beharrlich und hart, die Niederlage war jedoch bereits vollendet. Götz fiel, Hatzfeld wurde gefangengenommen, hätten die Schweden bei ihm jedoch nicht einige Hundert Gulden gefunden (daraus schlossen sie, es handelt sich um den höchsten Offizier), hätten sie ihn sicherlich getötet. Er weigerte sich nämlich, seine Identität preiszugeben. Außer dem gefangenen Hauptkommandanten der kaiserlichen Armee Hatzfeld wurden 5 weitere kaiserlichen Generäle, 185 Offiziere und 4 118 Mann gefangengenommen, weitere ca. 4 000 Mann fielen oder wurden verletzt. Von den Schweden wurden 45 Kampffahnen, 26 Kanonen, sämtliche Wagen, Munition und Vorratsmaterial der Kaiserlichen erbeutet. Die Sieger verloren lediglich 2 000 Mann.

355-Der zweite und letzte Zusammenstoß von Mittag bis in die Nacht, zu dem es bei Jankau (Jankowitz) am 24. Februar 6 März 1645 kam und in dem die Kaiserlichen sowie die Bayern geschlagen wurden und aus dem die Schweden als Sieger hervorgingen.

Der zweite und letzte Zusammenstoß von Mittag bis in die Nacht, zu dem es bei Jankau (Jankowitz) am 24. Februar 6 März 1645 kam und in dem die Kaiserlichen sowie die Bayern geschlagen wurden und aus dem die Schweden als Sieger hervorgingen.

Jankov, dne 06.03.1645

Auf dem Bild befindet sich eine bergige, ziemlich bewaldete Landschaft, die durch einige kleine Flüsse geteilt wird. Unmittelbar am linken Blattrand befindet sich die Stadt Jankau (Jankowitz). Im Vordergrund links ist eine kleine Szene mit zwei Reitern abgebildet, einer von ihnen zeigt mit seiner rechten Hand die Richtung. Die Schlacht spielt sich auf einer ziemlich großen Fläche ab, die Kaiserlichen sind offensichtlich auf dem Rückzug. In der Mitte des Bildes spielt sich eine spannende Szene ab: zwei namentlich bezeichnete Reiter „Graff von Hatzfeld“ und „Herr Feldmarschall Dorstensohn“ reichen sich die Hand. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Kupferstecher mit dieser Szene die Umstände Hatzfelds Gefangennahme darstellen wollte, die sich jedoch tatsächlich ganz anders abspielte. Der lateinische Erklärungstext steht über dem Bild.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Secundum et ultimum praelium a Meridie usque ad noctem apud Jankau 24. Feb. 6. Mart. 1645 factum, in quo caesareanos et Bavar. relicto campo Suecis victoriam concedere oportuit.

Katalogová čísla:
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15444

Der schwedische Marschall Leonard Torstensson unterbrach seinen ersten Feldzug durch Böhmen und Mähren im September 1643, als er mit seiner Armee nach Dänemark abkommandiert wurde, wo der langwierige Streit mit Schweden weiterging. Der Kaiser entsandte zu der dänischen Grenze den General Gallas, der sich im 1643 ebenfalls in Böhmen aufhielt. Torstensson siegte schnell in Dänemark, Gallas konnte jedoch keinen Erfolg verzeichnen, in Gegenteil, bei dem langen, mühseligen Feldzug durch Deutschland wurde seine Armee dermaßen verwüstet, dass sie kampfunfähig war. Torstensson manövrierte geschickt mit seiner Armee von Norddeutschland bis zu der tschechischen Grenze. Die Schweden fielen in Böhmen über Kaaden ein, Richtung Pisek, Mirowitz und Tabor. Die kaiserliche Armee bestand aus der Armee des Generals Hatzfeld, die hastig aus Deutschland abkommandiert wurde, der Armee des Generals Götz, der gerade von einem Feldzug im Osten gegen Rákoczy zurückkam, und aus den bayerischen Einheiten, an deren Spitze der bewährte Kavalleriegeneral Johann von Werth stand. Diese militärischen Kräfte wurden bei Grünberg konzentriert und marschierten, ähnlich wie die Schweden, Richtung Osten, lediglich nördlicher. Nicht nur, dass die Gefahr bestand, die Schweden könnten sich mit Rákoczy verbinden, sollte ein weiterer Feldzug Richtung Osten verhindert werden, jedoch geriet auch Wien – der Sitz des Kaisers – in unmittelbare Gefahr. Außerdem war die Anwesenheit der bayerischen Armee unter General Werth zeitlich begrenzt, also musste Hatzfeld befehlen, die schwedische Armee anzugreifen. Die Schlacht entflammte am 6. März 1645 in der Früh in der Nähe von Jankau (Jankowitz). Gleich zu Beginn verirrte sich Götz mit einer starken Einheit und konnte laut Befehl den strategisch wichtigen Hügel mit der Kapelle nicht besetzen. Bereits hier begann die Niederlage der Kaiserlichen. Götz fiel unweit der Stelle, die von ihm besetzt werden sollte, nach einem hartnäckigen Kampf wurden die Kaiserlichen zurückgeworfen und zum Rückzug gezwungen. Nachmittag machten beide Seiten eine Kampfpause; die Kaiserlichen sowie die Schweden stellten ihre Formationen unweit voneinander auf. Torstensson, wegen einer Krankheit fast bewegungsunfähig, ließ sich in die Nähe des kaiserlichen Lagers bringen. Er war der Meinung, vor ihm würde nur ein Bruchteil der feindlichen Armee liegen, und in diesem Irrtum gab er einen Befehl zum Angriff. Die Schlacht entflammte erneut. Die Reste der kaiserlichen Armee wehrten sich zwar beharrlich und hart, die Niederlage war jedoch bereits vollendet. Götz fiel, Hatzfeld wurde gefangengenommen, hätten die Schweden bei ihm jedoch nicht einige Hundert Gulden gefunden (daraus schlossen sie, es handelt sich um den höchsten Offizier), hätten sie ihn sicherlich getötet. Er weigerte sich nämlich, seine Identität preiszugeben. Außer dem gefangenen Hauptkommandanten der kaiserlichen Armee Hatzfeld wurden 5 weitere kaiserlichen Generäle, 185 Offiziere und 4 118 Mann gefangengenommen, weitere ca. 4 000 Mann fielen oder wurden verletzt. Von den Schweden wurden 45 Kampffahnen, 26 Kanonen, sämtliche Wagen, Munition und Vorratsmaterial der Kaiserlichen erbeutet. Die Sieger verloren lediglich 2 000 Mann.

385-Eigentlicher Abrisz der schwedischen Belägerung der Statt Brinn und des Schlosses Spielberg vom 24. April bisz den 13. Augusti St. vet. Anno 1645.

Eigentlicher Abrisz der schwedischen Belägerung der Statt Brinn und des Schlosses Spielberg vom 24. April bisz den 13. Augusti St. vet. Anno 1645.

Brno, dne 03.05.1645 (do 23.08.1645)

Es handelt sich um eine Karte der Umgebung von Brünn; die Stadt wurde lediglich schematisch skizziert, ohne nähere Einzelheiten. Am Rande der Stadt befindet sich der Spielberg mit dem Schlossgebäude. In der gesamten Umgebung der Stadt stehen Fortifikationsbauten und Gräben der Eroberer verstreut Über dem Schloss steht der deutsche Erklärungstext, rechts in einem länglichen Feld ist die Legende: A–X. Unten in beiden Ecken sind zwei detaillierte Ansichten des Spielbergs, dazwischen eine detaillierte Skizze eines Grabens der Belagerer.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Eigentlicher Abrisz der schwedischen Belägerung der Statt Brinn und des Schlosses Spielberg vom 24. April bisz den 13. Augusti St. vet. Anno 1645.

Katalogová čísla:
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15444

Das Bild zeigt keine näheren historischen oder sachlichen Daten. Nach der Zeit der Anfertigung des Kupferstichs kann man jedoch davon ausgehen, dass es sich um die schwedische Belagerung der Stadt unter Torstensson handelt, diese dauerte vom 3. Mai bis zum 23. August des gregorianischen Kalenders und brachte kein Ergebnis. Die Stadt konnte sich heldenhaft verteidigen, die Garnison stand unter dem Kommando des kaiserlichen Generals de Souches, von diesem wurde der hartnäckige Widerstand der Soldaten sowie der Bürgerschaft wirkungsvoll unterstützt. Die Schweden drangen in den Raum um Brünn nach ihrem Sieg bei Jankau (Jankowitz) ein. Aus strategischen Gründen wurden sie jedoch gezwungen, die Belagerung im August 1645 zu unterbrechen; Brünn konnte sich wehren und wurde von den Schweden nicht eingenommen. Die Belagerung der Stadt Brünn spielte eine sehr wichtige strategische Rolle in dem erfolglosen schwedischen Feldzug Richtung Wien. Durch die misslungene Belagerung wurde die schwedische Armee derartig vernichtet, dass sich ihre grundsätzliche Kraft aus Mähren zurückziehen musste. Als die weitere wichtigere schwedische Kampfmaßnahme auf unserem Gebiet gilt die Belagerung von Prag im 1648.

470-Brinn

Brinn

Brno, dne 21.06.1645 (do 31.08.1645)

Es handelt sich um einen Kupferstich mit der Darstellung der Stadt Brünn. In der Stadt sind nachträglich die Kirchen gezeichnet; in der Umgebung befinden sich die Vorstädte und einige kleine nicht benannte Flüsschen. Links ist die Festung Spielberg. Die Inschrift „Brinn“ steht auf einem Zierband am linken Rand; unten auf beiden Seiten stehen Ziervignetten mit den Legenden: A–L und M–5.

Signace: neuvedena
Autor: Mardefeldt C., švédský vojenský kartograf

Originální název: Brinn

Katalogová čísla:
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15444

Das Bild zeigt keine näheren historischen oder sachlichen Daten. Nach der Zeit der Anfertigung des Kupferstichs kann man jedoch davon ausgehen, dass es sich um die schwedische Belagerung der Stadt unter Torstensson handelt, diese dauerte vom 3. Mai bis zum 23. August des gregorianischen Kalenders und brachte kein Ergebnis. Die Stadt konnte sich heldenhaft verteidigen, die Garnison stand unter dem Kommando des kaiserlichen Generals de Souches, von diesem wurde der hartnäckige Widerstand der Soldaten sowie der Bürgerschaft wirkungsvoll unterstützt. Die Schweden drangen in den Raum um Brünn nach ihrem Sieg bei Jankau (Jankowitz) ein. Aus strategischen Gründen wurden sie jedoch gezwungen, die Belagerung im August 1645 zu unterbrechen; Brünn konnte sich wehren und wurde von den Schweden nicht eingenommen. Die Belagerung der Stadt Brünn spielte eine sehr wichtige strategische Rolle in dem erfolglosen schwedischen Feldzug Richtung Wien. Durch die misslungene Belagerung wurde die schwedische Armee derartig vernichtet, dass sich ihre grundsätzliche Kraft aus Mähren zurückziehen musste. Als die weitere wichtigere schwedische Kampfmaßnahme auf unserem Gebiet gilt die Belagerung von Prag im 1648.

382-Plan der Stadt Rottenburg ob der Tauber in Franken, die von den Armeen des sehr christlichen Königs Ludwig XIV. unter dem Kommando des Herzogs d´Enghien, unterstützt durch die Soldaten der Madam Landesgräfin von Hessen unter dem Kommando des Herrn General Geisz, am 12. Juli 1645 belagert und eingenommen wurde.

Plan der Stadt Rottenburg ob der Tauber in Franken, die von den Armeen des sehr christlichen Königs Ludwig XIV. unter dem Kommando des Herzogs d´Enghien, unterstützt durch die Soldaten der Madam Landesgräfin von Hessen unter dem Kommando des Herrn General Geisz, am 12. Juli 1645 belagert und eingenommen wurde.

Rottenburg, dne 12.07.1645

Der große Kupferstich französischen Ursprungs zeigt die Stadt Rottenburg ob der Tauber mit Umgebung. In der abgebildeten Landschaft sind angetretene militärische Formationen angedeutet. Hinter der Stadt befinden sich dichte Wälder. Im Vordergrund links spielt sich eine Szene mit zwei Reitern ab, einer davon zeigt mit seinem Degen nach vorne. Links oben ist eine Zierkartusche mit allegorischen Emblemen und dem oben angeführten französischen Erklärungstext; rechts unten steht ein separates Feld mit einer ausführlichen Karte der Umgebung von Rottenburg. Oben sind weitere Embleme militärischen Charakters. Der Rahmen des gesamten Bildes besteht aus einer dekorativ gestochenen Einfassung.

Signace: Par le Sr. de Beaulieu ingenieur du roy, a Paris.
Autor: Beaulieu Sr. de, inženýr, francouzský kartograf z Paříže

Originální název: Plan de la ville de Rottenbourg sur le Tauber en Franconie assiégée et prise par les armées du Roy trés chrestien Louis XIV. commandée par monseigneur le duc D´Anguien assisté par les troupes de Madame la Landgrave de Hesse, commandée par le general Geisze le 12. Juilliet 1645.

Katalogová čísla:
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15444

Im März 1645 überschritten Turenne und Condé bei Philippsburg den Rhein, General Mercy mit der bayerischen Armee bezog Stellung bei Weiblingen, da er eine französische Invasion in Bayern verhindern wollte. Turenne wandte jedoch Richtung Hall/Roche und nahm diese Stadt unverzüglich ein, ohne dass es durch Mercy hätte verhindert werden können. Mercy positionierte sich anschließend in der Vermutung, Turenne wendet sich Richtung Donau, mit seiner Armee bei Ellwangen. Turenne mit Condé zogen jedoch zur Tauber und eroberten am 12.Juli 1645 Rottenburg. Dieses Kampfereignis ist auf dem beschriebenen Kupferstich abgebildet.

384-Eigentliche Abbildung des sehr blutigen Treffens zwischen der königlichen französischen und Churbayrischen Armeen wobei die königlichen französischen Völker das Feldt erhalten, geschehen zwischen Nördlingen und Thonawerth den 24. July im Jahr 1645.

Eigentliche Abbildung des sehr blutigen Treffens zwischen der königlichen französischen und Churbayrischen Armeen wobei die königlichen französischen Völker das Feldt erhalten, geschehen zwischen Nördlingen und Thonawerth den 24. July im Jahr 1645.

Allerheim, dne 03.08.1645

Es handelt sich um ein Bild der Schlacht, die normalerweise als „bei Alerheim“ bezeichnet wird. Auf einem Hügel in der Mitte des Bildes ist die Position der bayerischen Armee, deren rechte Flanke auf dem Rückzug ist und zu flüchten beginnt. Um den erwähnten Hügel fließt die Wernitz. Unter dem Hügel rechts ist die französische Stellung. Unweit ist ein Weg nach Nördlingen angedeutet. Über dem Bild befindet sich der deutsche Erklärungstext, unten ist die umfassende Legende: 1–42, A–Z und 1–7.

Signace: neuvedena
Autor: Beaulieu Sr. de, inženýr, francouzský kartograf z Paříže

Originální název: Eigentliche Abbildung des sehr blutigen Treffens zwischen der königlichen französischen und Churbayrischen Armeen wobei die königlichen französischen Völker das Feldt erhalten, geschehen zwischen Nördlingen und Thonawerth den 24. July im Jahr 1645.

Katalogová čísla:
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15444

Sobald die französische Armee unter dem Kommando der Generäle Turenne und Condé im Frühjahr 1645 den Rhein unweit von Philippsburg überschritt, stellt sich ihr General Mercy mit der bayerischen Armee in den Weg. Beide Seiten führten geschickte Manöver durch und versuchten, mit strategischen Bewegungen günstigere Operationsstützpunkte zu gewinnen. Von den Franzosen wurde Rottenburg ob der Tauber und die Stadt Hall/ Roche besetzt, und sie stießen am 5. Mai mit den bayerischen Soldaten bei Herbsthausen, später bei Freiburg zusammen. Beide Male verloren sie jedoch. Anfang August 1645 standen sich beide Gegner bei Alerheim an der Wernitz unmittelbar gegenüber. Es entbrannte eine Schlacht. Auf der bayerischen Seite hatten Mercy, Johann von Werth und General Gleen das Kommando. Das Schloss Alerheim lag im Raum der linken Flanke der bayerischen Aufmarschformation. Der Kampf begann mit dem Angriff der französischen Infanterie. Der Verlauf der Schlacht schwankte ungemein und war auf beiden Seiten voll Wenden und Krisen. Es war ein taktischer Kampf der damaligen größten Strategen. Als General Mercy fiel, gewannen die Franzosen die Oberhand und siegten anschließend. Diesem Umstand (Mercys Tod) wird die Niederlage der bayerischen Armee zugeschrieben. Die Franzosen verdankten jedoch ihren Erfolg ihrem „Le grand Condé“. Außer dem gefallenen General Mercy, dies bedeutete für den bayerischen Kurfürsten einen unersetzbaren Verlust, da Mercy einer der größten Strategen der damaligen Zeit war, vermissten die Bayern auch General Gleen, der von den Franzosen gefangengenommen wurde Die Bayern verloren außerdem 4 000 Gefallene, 2 000 Gefangene, 15 Kanonen und 40 Kampffahnen und Banner. Die französischen Verluste betrugen 4 000 Mann. Die Schlacht bei Alerheim ereignete sich am 3. August 1645.

386-Plan der Stadt Dinkelsbühl in Schwaben, die von den Armeen des sehr christlichen Königs Ludwig XIV., unterstützt durch die Soldaten der Madam Landesgräfin von Hessen, unter dem Kommando des Herzogs d´Enghein, General der Armeen seiner Hoheit in Deutschland, am 19. August 1645 und erneut zum Gehorsam gebracht am 26. desselben Monats.

Plan der Stadt Dinkelsbühl in Schwaben, die von den Armeen des sehr christlichen Königs Ludwig XIV., unterstützt durch die Soldaten der Madam Landesgräfin von Hessen, unter dem Kommando des Herzogs d´Enghein, General der Armeen seiner Hoheit in Deutschland, am 19. August 1645 und erneut zum Gehorsam gebracht am 26. desselben Monats.

Dinkelsbühl, dne 19.08.1645

In der Mitte der großen Karte befindet sich die Stadt Dinkelsbühl in Schwaben mit weiterer Umgebung, diese besteht aus Wäldern, einigen Teichen und Flüssen. In der Landschaft stehen Armeen und Fortifikationsbauten verteilt. Im Vordergrund spielt sich eine kleine Szene des Treffens des Herzogs d´Enghein (sog. Condé) mit General de Grammont ab. Rechts befindet sich eine Karte von Schwaben mit der entsprechenden Inschrift und mit einem Maßstab. In der rechten oberen Ecke ist ein separates Feld, darin wird das abgebildete Ereignis beschrieben, auf der anderen Seite steht der zitierte französische Text in einer Zierkartusche.

Signace: A Paris par le Sr. de Beaulieu Ing. et geograf du Dory.
Autor: Beaulieu Sr. de, inženýr, francouzský kartograf z Paříže

Originální název: Plan de la ville de Dinkespuhel en Souabe assiégée par les armées du roy trés crétien Louis XIV. asisté des troupes de Madme la Landgrave de Hesse commandées par Monseigneur le duc Anguien, general des armées de sa Majestée en Allemagne, le 19. Auost 1645 et rednu a l´obeissance du Roy le 26 du dit mois en suivant.

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Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 15444

Nach der Überschreitung von Rhein bei Philippsburg in den Frühjahrsmonaten 1645 marschierte der französische General Turenne mit seinen Soldaten bis ins Quellgebiet der Tauber ein und eroberte hier die Städte Rothenburg und Mergentheim. Am 24. April 1645 wurde er jedoch bei Herbsthausen von Mercy überrascht und trug eine beträchtliche Niederlage davon. Er war zu keinen Operationen mehr fähig und musste auf die Verstärkung der Generäle Condého und Grammont warten. Sobald diese mit einer neuen französischen Armee kamen, kehrten die Franzosen erneut zu der Tauber zurück und besetzten am 12. Juli Rottenburg und am 26. August 1645 Dinkelsbühl.

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